Service

Zwangsversteigerungsverfahren

Bieten heißt nicht immer Zwangsversteigerung

Der Normalfall des Immobilienverkaufs ist der, dass sich Verkäufer und Käufer einigen, wobei sie sich meist der Dienste von Immobilienmakler bedienen. Bei besonders nachgefragten oder preislich schwer einzuschätzenden Immobilien gibt es die Sonderform der Auktion, auf die sich wenige Auktionshäuser spezialisiert haben, sowie das Bieterverfahren, das inzwischen viele Makler anwenden. Weitere Informationen zum Bieterverfahren und die „Spielregeln“ dazu können Sie  hier nachlesen.

Auf dieser Seite geht es um das Zwangsversteigerungsverfahren, das von den Amtsgerichten durchgeführt wird.

Fingerspitzengefühl für Immobilien aus der Insolvenzmasse

Besondere Situationen brauchen besondere Konzepte. Die Verwertung von Immobilien aus Insolvenzmassen behandeln wir nicht nur mit dem notwendigen sensiblen Feingefühl, sondern auch mit speziellem Know-how.

Die Zwangsverwertung von Immobilien ist in unserem Arbeitsalltag immer wieder eine besondere Aufgabe. In diesem Bereich betreuen wir Immobilien aus Sanierungs- und Abwicklungsengagements der  Berliner Volksbank, andererseits gehören auch andere Banken, Versicherungen und natürlich Insolvenzverwalter zu unseren Auftraggebern.

Immobilienangebote im Zwangsversteigerungsverfahren

Wenn Sie sich für eine von uns angebotenen Immobilien im Zwangsversteigerungsverfahren interessieren, erhalten Sie selbstverständlich gerne unser Exposé mit weiteren Angaben. Beachten Sie bitte, dass in der Regel keine weiteren Informationen zu der Immobilie, als hier veröffentlicht, vorliegen. Das Exposé enthält die Objektinformation, die Angabe des Versteigerungstermins sowie des -ortes. Auch ist, anders als bei regulären Immobilienangeboten, eine Innenbesichtigung des Objektes regelmäßig nicht möglich.

Aktuelle Zwangsversteigerungen

Die BVBI betreut regelmäßig Immobilien in der Zwangsversteigerung. Wenn Sie sich für den Erwerb einer Immobilie im ZV-Verfahren interessieren, erhalten Sie einen Überblick über alle aktuell betreuten Objekte durch einen Klick auf die Seite.

Um Ihnen als Interessent den Weg zu einer Immobilie aus einer sogenannten Verwertung zu erleichtern, wollen wir Sie gerne mit den wichtigsten Begriffen rund um die Versteigerung vertraut machen. Ein Klick auf das  öffnet die gewünschte Erläuterung.

Der Verkehrswert des Versteigerungsobjektes wird durch das Gericht in der Regel auf Grundlage eines ausführlichen Gutachtens eines Sachverständigen, der vom Gericht beauftragt wurde, festgesetzt. Gutachten, Exposé oder Fotos können in unseren Geschäftsräumen und auf der Zwangsversteigerungsgeschäftsstelle des jeweiligen Amtsgerichts eingesehen werden.

Ein Anspruch auf Besichtigung der Versteigerungsimmobilie besteht in der Regel nicht. Bitte setzen Sie sich mit unserem jeweiligen  Ansprechpartner in Verbindung.

Der Versteigerungstermin ist öffentlich. Jeder Bieter muss sich durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Wer als Bevollmächtigter bietet, hat ebenfalls einen gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie eine öffentliche oder öffentlich beglaubigte Bietungsvollmacht vorzulegen. Wenn mehrere Personen gemeinschaftlich bieten wollen, so muss jeder Bieter im Versteigerungstermin anwesend sein und sein Gebot abgeben. Das Gemeinschaftsverhältnis ist anzugeben (50/50 oder 30/70). Der Vertreter einer juristischen Person muss seine Vertretungsbefugnis durch Vorlage eines aktuellen, in der Regel nicht älter als 2 Wochen alten,  beglaubigten Handelsregisterauszuges nachweisen. Gebote können nur im Versteigerungstermin abgegeben werden.

Hier werden den interessierten Bietern die Objektdaten, wie z.B. der Einheitswert zur Bestimmung der Höhe der Grundsteuer, eventuelle Baulasten, Auflagen oder Beschränkungen sowie die Versteigerungsbedingungen und das geringste Gebot bekannt gegeben. Das geringste Gebot ist nicht automatisch mit dem Verkehrswert gleichzusetzen sondern errechnet sich aus dem Bargebot und den bestehen bleibenden Rechten und wird vom Gericht im Termin bekanntgegeben. Erst ab Erreichen des geringsten Gebots kann ein Zuschlag erteilt werden.

Üblicherweise ist für die Wirksamkeit eines Gebots eine Sicherheitsleistung vom Bieter zu hinterlegen, die in der Regel 1/10 des Verkehrswertes beträgt. Die Bietsicherheit kann unter anderem in Form eines Landeszentralbankschecks oder eines Verrechnungsschecks erbracht werden. Letzterer muss „von einem im Geltungsbereich des Zwangsversteigerungsgesetz zum Betreiben von Bankgeschäften berechtigten Kreditinstitut ausgestellt und im Inland zahlbar sein“. Sowohl der Landeszentralbank- als auch der Verrechnungsscheck dürfen frühestens drei Tage vor der Versteigerung ausgestellt sein. Darüber hinaus ist auch eine Überweisung auf ein Konto der Gerichtskasse möglich, wenn die Sicherheitsleistung vor dem Versteigerungstermin auf dem Konto der Gerichtskasse gutgeschrieben ist und ein schriftlicher Nachweis über die Gutschrift im Versteigerungstermin vorliegt. Der Nachweis der Kontobelastung reicht als Bestätigung der Zahlung nicht aus.

Die Bietzeit beträgt mindestens 30 Minuten, endet jedoch erst, wenn keine Gebote mehr abgegeben werden.

Das geringste Gebot wird vom Versteigerungsgericht zum jeweiligen Versteigerungstermin bekannt gegeben. Es legt den Betrag fest, der mindestens geboten werden muss, damit das Gebot vom Gericht angenommen wird. Das geringste Gebot ist nicht automatisch mit dem Verkehrswert gleichzusetzen, sondern errechnet sich aus:

  1. bestehen bleibende Rechte, die der Ersteher mit Zuschlag übernehmen muss;
  2. Kosten des Verfahrens und Ansprüche nach §10 Abs. 1 Nr. 1-3, §12 Nr. 1 und 2 ZVG.

Mit Erteilung des Zuschlags im Versteigerungstermin oder in einem späteren Verkündungstermin erwirbt der Ersteher das Eigentum außerhalb des Grundbuchs an dem Grundstück. Die Eintragung im Grundbuch ist nur noch berichtigender Natur. Mit der Wirksamkeit des Zuschlags geh