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Bieterverfahren

Was hat es mit dem Bieterverfahren auf sich?

In letzter Zeit werden häufiger Immobilien im sogenannten Bieterverfahren verkauft. Das hat nichts mit Versteigerungen über Auktionshäuser oder gar  Zwangsversteigerungsverfahren der Amtsgerichte zu tun. Im Immobilienangebot der BVBI werden Sie gelegentlich den Zusatz »im Bieterverfahren« auch bei Immobilien finden, die nicht im Zwangsversteigerungsverfahren sind. Lesen Sie nachstehend, was das Bieterverfahren kennzeichnet und welche besonderen Bedingungen im Bieterverfahren einzuhalten sind.

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Immobilienangebote werden üblicherweise mit einem Festpreis inseriert. In Zeiten großer Nachfrage und gleichzeitig geringem Angebot finden sich oft auch Immobilien die statt eines Preises „gegen Gebot“, „Verhandlungssache“ oder „Mindestpreis“ bzw. „Mindestgebot“ offeriert werden.

Bei solchen Immobilienangeboten handelt es sich in der Regel um sogenannte Gebots- oder Bieterverfahren. Im Gegensatz zu Versteigerungen oder Auktionen, deren Ablauf gesetzlich vorgegeben ist, unterliegen Bieterverfahren keinen speziellen gesetzlichen Regeln. Die Verwendung der Begriffe „Gebot“ und „bieten“ leiten hier häufig in die Irre, verbinden damit doch viele Interessenten einen Auktions-Ablauf, wie er beispielsweise bei Online-Auktionen üblich ist. Tätsächlich erwirbt der „Höchstbietende“ kein Anrecht auf Abschluss eines Kaufvertrages. Schließlich spielen außer dem Preis noch andere Faktoren eine Rolle. Einerseits sicherlich die Bonität und Seriösität des Käufers, aber auch die Symphathie zwischen Käufer und Verkäufer. Alle bis zum Ende der Bietzeit eingehenden gültigen Kaufabsichtserklärungen (Gebote) werden dem Verkäufer zur Entscheidung vorgelegt, der dann auswählt, mit welchem bzw. welchen Interessenten er die Verhandlungen aufnimmt.

Großer Vorteil des Bieterverfahrens ist die Feststellung des tatsächlichen Marktwertes. So ist der Kaufpreis nicht abhängig von gutachterlichen Wertfeststellungen oder Wertschätzungen. Häufig wird dieses Verfahren auch von der Verkäuferseite gefordert, insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern, Gesellschaften oder Erbengemeinschaften.

Transparenz und Chancengleichheit für Kaufinteressenten sind daher die Maximen für das Bieterverfahren. Mit den nachstehenden „Bedingungen für das Bieterverfahren“ schafft die BVBI die Transparenz. Im wesentlichen leiten sich die Bedingungen für das Bieterverfahren von der Chancengleichheit ab: für Jeden gelten identische Bedingungen; jeder Interessent erhält dieselben Informationen, die zu einer Ankaufsentscheidung erforderlich sind.

Der Immobilienberater der BVBI übernimmt während des Verfahrens eher die Rolle eines Moderators. Er bereitet die Unterlagen zur Immobilie auf und bereitet das Angebot und den Bietablauf vor. Während der Bietzeit steht er allerdings nur noch für Fragen zum Verfahren selbst zur Verfügung – um die Informationsgleichheit zu wahren. Nach Ablauf der Bietzeit steht er den beiden Parteien (Kaufinteressent und Verkäufer) bei den Vertragsverhandlungen vermittelnd zur Seite.

Wird eine Immobilie durch die BVBI im Bieterverfahren angeboten, gelten die nachstehenden Bedingungen für das Verfahren und den Ablauf:

Bietzeit: Die Bietzeit, also der Zeitraum, in dem ein Interessent seine Kaufabsicht bekunden kann, dauert in der Regel zwischen vier und acht Wochen. Das Ende der Bietzeit ist im Exposé und in der Internetveröffentlichung genannt. W